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"subklinische Hyperthyreose", TSH

"subklinische Hyperthyreose", TSH

Beitragvon schneider_p » 18.03.2014, 07:25

In einer prospektiven Kohortenstudie wurde gezeigt*, daß sich eine suppressive und substitutive Levothyroxintherapie nicht signifikant auf die Knochendichte auswirken. Die Studie war in ihrem Design unabhängig von allen Kovarianten, da z.B. nur prämenopausale Frauen und Probanden jünger als 55 Jahre eingeschlossen wurden.
Hyperthyreote Patienten tragen deshalb kein signifikantes "Frakturrisiko", weil die Hyperthyreose viel zu kurz besteht um Veränderungen am Knochen zu bewirken, bevor sie entdeckt und behandelt wird.
Durch keine einzige Studie ist mit hinreichendem Evidengrad belegt, daß Veränderungen zu einer erhöhten Frakturrate beigetragen hätten**.
Die Einbeziehung des TSH <0,3 mU/l als Risikofaktor ist daher unbegründet. WHO FRAX betrachtet dies dementsprechend nicht als klinischen Risikofaktor.

*Schneider R, Schneider M, Reiners Chr, Schneider P. Effects of Levothyroxine on Bone Mineral Density, Muscle Force and Bone Turnover Markers: A Cohort Study; JCEM: 2012, 297: 3926-3934

**Schneider R, Reiners C. The effect of levothyroxine therapy on bone mineral
density: a systematic review of the literature. Exp Clin Endocrinol Diabetes.
2003 Dec;111(8):455-70. Review.
schneider_p
 
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Registriert: 17.03.2014, 09:01

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