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Änderungsvorschlag

Änderungsvorschlag

Beitragvon BonebreakingNews » 17.03.2014, 17:55

Am Ende des ersten Satzes wird eine Literaturstelle angegeben, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit der Basistherapie steht. In der angeführten Arbeit geht es um eine erweiterte Interpretation der FLEX-Studie. In dieser Arbeit wird begründet, dass im Einzelfall
(T-Score -2,5 oder geringer) eine spezifische medikamentöse Therapie über fünf Jahre hinaus gerechtfertigt sein kann. Auch wenn dieser Fehler mit einer passenden Literaturangabe korrigiert werden würde, erscheint mir dieser Satz didaktisch nicht sinnvoll, da die Gefahr besteht, dass flüchtige Leser der Leitlinie die Basistherapie mit der spezifischen medikamentösen Therapie verwechseln.
An der Harm/Benefit-Frontier einer spezifischen medikamentösen Therapie über 3-5 Jahre hinaus kann ich eine Equipoise Situation nicht erkennen. Ich schlage daher vor, den Anfang des Abschnitts wie folgt zu formulieren:
Es gibt derzeit keine hinreichenden Belege dafür, dass bei einer spezifischen medikamentösen Therapie über 3-5 Jahre hinaus, allgemein erwartet werden darf, dass der zu erwartende Nutzen den zu erwartenden Schaden überwiegt.
Als Beleg für diese Aussage sehe ich die umfangreichen Daten im FDA Background Dokument vom 11.September 2009.
Nach Angaben des Wall Street Journal umfasste der medikamentöse Osteoporose-Markt allein in den USA im Jahr 2010 ein Volumen von 4,2 Milliarden Dollar.
Wenn sich da nicht genug erwirtschaften lässt, um den Beweis für den Zusatznutzen zu erbringen, kann es in einer evidenzbasierten Leitlinie keine Empfehlung für eine längere Anwendung geben.
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